Einen Hund aus dem Tierheim adoptieren: Ablauf und Tipps zur Eingewöhnung

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von Till

Hundeexperte bei inpetso.

Jedes Jahr landen Zehntausende Hunde in deutschen Tierheimen. Die Adoption eines Hundes bietet nicht nur die Möglichkeit, einem Tier ein liebevolles Zuhause zu geben, sondern trägt auch dazu bei, die Überpopulation in Tierheimen zu reduzieren und mehr Tieren die Chance auf ein besseres Leben zu ermöglichen. In diesem Beitrag erfährst du wie man einen Hund aus dem Tierheim adoptiert und erhältst wertvolle Tipps zur Eingewöhnung deines neuen vierbeinigen Freundes.

Warum einen Hund aus dem Tierheim adoptieren?

Die Entscheidung, einen Hund aus dem Tierheim zu adoptieren, bringt viele Vorteile mit sich. Hier sind einige Gründe, warum du darüber nachdenken solltest, dein nächstes Haustier aus einem Tierheim zu holen:

Vorteile der Adoption aus dem Tierheim

  1. Rettung eines Lebens: Jedes Jahr landen Millionen von Hunden in Tierheimen. Indem du einen Hund adoptierst, gibst du ihm eine zweite Chance auf ein glückliches Leben.
  2. Vielfältige Auswahl: Tierheime haben Hunde aller Rassen, Größen und Altersgruppen. Egal, ob du einen verspielten Welpen oder einen ruhigen älteren Hund suchst, du findest bestimmt den passenden Begleiter.
  3. Vorsorge und Gesundheitschecks: Die meisten Tierheime stellen sicher, dass die Hunde geimpft, gechipt und oft auch kastriert sind, bevor sie zur Adoption freigegeben werden. Das erspart dir anfangs einige Kosten und Mühen.
  4. Kostenersparnis: Die Adoptionsgebühren im Tierheim sind oft niedriger als der Kaufpreis bei einem Züchter. Außerdem sind viele medizinische Grundversorgungen bereits erledigt.

Positive Auswirkungen

Die Adoption eines Hundes aus dem Tierheim hat nicht nur Vorteile für das Tier, sondern auch für dich als neuen Hundebesitzer:

  1. Emotionaler Nutzen: Das Wissen, dass du einem Hund ein besseres Leben ermöglicht hast, kann sehr erfüllend sein und eine tiefe Bindung zwischen dir und deinem Hund schaffen.
  2. Vorbildfunktion: Indem du einen Hund aus dem Tierheim adoptierst, setzt du ein Zeichen gegen die Massenzucht und unterstützt ethische Praktiken im Umgang mit Haustieren.
  3. Gesundheitliche Vorteile: Studien haben gezeigt, dass das Leben mit einem Hund zahlreiche gesundheitliche Vorteile bietet, darunter regelmäßige Bewegung, Stressabbau und soziale Interaktionen.

Vorbereitung auf die Adoption

Bevor du einen Hund aus dem Tierheim adoptierst, gibt es einige wichtige Überlegungen und Vorbereitungen zu treffen. Diese Schritte helfen dir, sicherzustellen, dass du die richtige Entscheidung triffst und bereit bist, deinem neuen vierbeinigen Freund ein dauerhaftes und liebevolles Zuhause zu bieten.

Überlegungen vor der Adoption

  1. Lebensstil: Überlege, wie ein Hund in deinen aktuellen Lebensstil passt. Hast du genug Zeit, dich um einen Hund zu kümmern? Bist du bereit für regelmäßige Spaziergänge und Spielstunden? Denke auch darüber nach, wie dein Arbeits- und Reiseplan aussieht.
  2. Finanzielle Aspekte: Die Haltung eines Hundes bringt Kosten mit sich, einschließlich Futter, Tierarztkosten, Spielzeug, Pflege Versicherung und Steuern. Stelle sicher, dass du dir diese Ausgaben langfristig leisten kannst.
  3. Zeitaufwand: Hunde benötigen viel Aufmerksamkeit und Pflege. Überlege, ob du die notwendige Zeit für die Pflege, das Training und die soziale Interaktion mit deinem Hund aufbringen kannst. Ein Hund sollte nicht über längere Zeiträume alleine gelassen werden.

Die Wahl des richtigen Hundes

  1. Größe und Temperament: Überlege, welche Größe und welches Temperament am besten zu deinem Lebensstil und deiner Wohnsituation passen. Ein großer, energiegeladener Hund benötigt mehr Platz und Bewegung als ein kleiner, ruhiger Hund.
  2. Alter des Hundes: Überlege, ob du einen Welpen, einen erwachsenen Hund oder einen Senior adoptieren möchtest. Welpen erfordern viel Zeit und Geduld für die Erziehung, während ältere Hunde oft schon erzogen sind und ein ruhigeres Leben führen.
  3. Gesundheit und Pflegebedarf: Informiere dich über die gesundheitlichen Bedürfnisse und den Pflegeaufwand verschiedener Hunderassen. Einige Rassen haben spezielle Bedürfnisse oder sind anfälliger für bestimmte Krankheiten.

Vielleicht hilft dir bei der Auswahl der passenden Hunderasse für dich ja unsere interaktive Abfrage: Welcher Hund passt zu mir? Finde es heraus mit unserem interaktiven Test!

Besuch im Tierheim

  1. Vorbereitung auf den Besuch: Informiere dich vorab über die Öffnungszeiten des Tierheims und die Adoptionsrichtlinien. Einige Tierheime haben besondere Anforderungen oder Prozesse für die Adoption.
  2. Erste Begegnung mit den Hunden: Nimm dir Zeit, die verschiedenen Hunde im Tierheim kennenzulernen. Achte auf ihr Verhalten und ihre Interaktion mit dir. Die Mitarbeiter des Tierheims können dir dabei helfen, den richtigen Hund für dich zu finden.
  3. Gespräch mit den Mitarbeitern: Nutze die Gelegenheit, um Fragen zu stellen und mehr über die Geschichte und den Charakter des Hundes zu erfahren. Die Mitarbeiter können wertvolle Informationen und Ratschläge geben, die dir bei deiner Entscheidung helfen.

Der Adoptionsprozess im Detail

Der Adoptionsprozess kann je nach Tierheim variieren, aber im Allgemeinen folgen die meisten Einrichtungen einem ähnlichen Ablauf. Hier sind die Schritte, die du erwarten kannst:

Bewerbung und Auswahlverfahren

  1. Bewerbungsformular: Viele Tierheime verlangen, dass du ein Bewerbungsformular ausfüllst. Dieses Formular fragt in der Regel nach Informationen über deinen Lebensstil, deine Wohnsituation und deine Erfahrung mit Hunden. Es hilft den Mitarbeitern, den besten Hund für dich auszuwählen.
  2. Auswahl des Hundes: Nachdem du das Bewerbungsformular eingereicht hast, kannst du dir die verfügbaren Hunde ansehen. Die Mitarbeiter des Tierheims werden dir helfen, einen Hund zu finden, der gut zu deinen Bedürfnissen und deinem Lebensstil passt.

Gespräch mit den Mitarbeitern des Tierheims

  1. Erstes Gespräch: In einem ersten Gespräch mit den Mitarbeitern wirst du über den Hund informiert, den du adoptieren möchtest. Sie geben dir Details über den Charakter, die Geschichte und die speziellen Bedürfnisse des Hundes.
  2. Fragen stellen: Nutze diese Gelegenheit, um alle Fragen zu stellen, die du hast. Dies kann Fragen zu Futter, Gesundheitszustand, Training und Pflege umfassen. Die Mitarbeiter haben viel Erfahrung und können dir wertvolle Tipps geben.

Mögliche Hausbesuche oder Vorabkontrollen

  1. Hausbesuch: Einige Tierheime führen vor der Adoption einen Hausbesuch durch. Dies dient dazu sicherzustellen, dass dein Zuhause sicher und geeignet für den Hund ist. Sie werden überprüfen, ob dein Garten eingezäunt ist, ob es gefährliche Bereiche gibt und ob genügend Platz für den Hund vorhanden ist.
  2. Vorabkontrollen: Manchmal können auch andere Kontrollen notwendig sein, zum Beispiel, wenn du bereits andere Haustiere hast. Die Mitarbeiter wollen sicherstellen, dass alle Tiere miteinander auskommen.

Formalitäten und Verträge

  1. Adoptionsvertrag: Sobald du und das Tierheim sicher seid, dass der Hund zu dir passt, wird ein Adoptionsvertrag aufgesetzt. Dieser Vertrag regelt die Verantwortlichkeiten und Pflichten beider Parteien. Lies den Vertrag sorgfältig durch und stelle sicher, dass du alle Bedingungen verstehst.
  2. Adoptionsgebühr: Es fällt eine Adoptionsgebühr an, die oft die Kosten für Impfungen, Kastration, Mikrochip und andere medizinische Versorgung abdeckt. Diese Gebühr unterstützt das Tierheim bei der Pflege weiterer Tiere.
  3. Übergabe des Hundes: Nach Unterzeichnung des Vertrags und Zahlung der Gebühr kannst du deinen neuen Hund mit nach Hause nehmen. Einige Tierheime bieten einen Übergangszeitraum an, in dem du den Hund zurückbringen kannst, falls es unerwartete Probleme gibt.

Die ersten Tage im neuen Zuhause

Die ersten Tage nach der Adoption eines Hundes aus dem Tierheim sind entscheidend für die Eingewöhnung und das Wohlbefinden deines neuen Familienmitglieds. Hier sind einige wichtige Schritte, die du unternehmen solltest, um deinem Hund zu helfen, sich in seinem neuen Zuhause wohlzufühlen.

Ankunft des Hundes: Was du vorbereiten solltest

  1. Ruhiger Empfang: Stelle sicher, dass der erste Tag deines Hundes ruhig und stressfrei verläuft. Begrenze die Anzahl der Menschen, die ihn anfangs begrüßen, auf ein Minimum und gib ihm Zeit, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Sei während dieser Phase möglichst viel zuhause.
  2. Bereitstellung der Grundausstattung: Vor der Ankunft des Hundes solltest du sicherstellen, dass du alle notwendigen Dinge besorgt hast, darunter:
    • Futter- und Wassernäpfe
    • Ein bequemes Hundebett oder eine Decke
    • Leine und Halsband oder Geschirr
    • Spielzeug und Kauknochen
    • Futter, das er gewohnt ist (um Magenverstimmungen zu vermeiden)
    • Pflegeutensilien wie Bürsten und Shampoo
  3. Sicherheitsmaßnahmen: Überprüfe dein Zuhause auf mögliche Gefahrenquellen und entferne diese. Dazu gehören giftige Pflanzen, elektrische Kabel, kleine Gegenstände, die verschluckt werden könnten, und scharfe Kanten.

Einführung in die neue Umgebung

  1. Langsame Erkundung: Lass deinen Hund langsam und in seinem eigenen Tempo die verschiedenen Bereiche deines Zuhauses erkunden. Zeige ihm, wo er fressen, schlafen und sich lösen kann.
  2. Routinen etablieren: Hunde fühlen sich sicherer, wenn sie eine feste Routine haben. Führe regelmäßige Fütterungszeiten, Spaziergänge und Ruhepausen ein, damit sich dein Hund schneller an seinen neuen Alltag gewöhnen kann.
  3. Eigener Rückzugsort: Gib deinem Hund einen festen Platz, an dem er sich zurückziehen und entspannen kann. Dies kann ein Hundebett oder eine gemütliche Ecke sein, die nur ihm gehört.

Tipps zur Reduzierung von Stress und Angst

  1. Geduld und Verständnis: Erwarte nicht, dass dein Hund sofort perfekt an sein neues Zuhause angepasst ist. Einige Hunde benötigen mehr Zeit als andere, um sich sicher und wohl zu fühlen. Sei geduldig und verständnisvoll.
  2. Positive Verstärkung: Belohne deinen Hund für gutes Verhalten mit Leckerlis, Lob und Streicheleinheiten. Positive Verstärkung hilft, Vertrauen aufzubauen und das gewünschte Verhalten zu fördern.
  3. Vermeide Überstimulation: Zu viele neue Eindrücke auf einmal können deinen Hund überfordern. Halte die ersten Tage ruhig und vermeide laute Geräusche und zu viele neue Gesichter.
  4. Regelmäßige Spaziergänge: Spaziergänge sind nicht nur wichtig für die körperliche Gesundheit deines Hundes, sondern auch für seine geistige Stimulation. Spaziergänge helfen ihm, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen und seine Energie abzubauen.

Eingewöhnung und Bindung aufbauen

Nachdem dein Hund die ersten Tage in seinem neuen Zuhause verbracht hat, beginnt die Phase der langfristigen Eingewöhnung und des Bindungsaufbaus. Diese Phase ist entscheidend, um eine starke, vertrauensvolle Beziehung zu deinem neuen Familienmitglied zu entwickeln.

Erste Trainingseinheiten und Routinen

  1. Grundkommandos: Beginne mit einfachen Grundkommandos wie „Sitz“, „Platz“, „Komm“ und „Bleib“. Diese Kommandos sind nicht nur praktisch, sondern stärken auch die Bindung zwischen dir und deinem Hund durch gemeinsames Training und positive Verstärkung.
  2. Konsistenz ist der Schlüssel: Sei konsequent in deinen Trainingsmethoden und Regeln. Verwende immer die gleichen Worte und Gesten für die Kommandos und belohne deinen Hund für korrektes Verhalten. Konsistenz hilft deinem Hund, schneller zu lernen und Missverständnisse zu vermeiden.
  3. Routinen etablieren: Hunde lieben Routinen, da sie ihnen Sicherheit und Struktur geben. Führe regelmäßige Fütterungs-, Spazier- und Spielzeiten ein. Eine feste Routine hilft deinem Hund, sich schneller an sein neues Zuhause zu gewöhnen.

Sozialisation und Integration in die Familie

  1. Sozialisation: Gewöhne deinen Hund an verschiedene Menschen, Tiere und Umgebungen. Sozialisation ist besonders wichtig, um unerwünschtes Verhalten wie Angst oder Aggression zu vermeiden. Lade Freunde ein, die den Hund behutsam kennenlernen können, und mache regelmäßig Spaziergänge, um ihn an neue Eindrücke zu gewöhnen.
  2. Familienintegration: Wenn du Kinder oder andere Haustiere hast, stelle sicher, dass die Einführung langsam und kontrolliert erfolgt. Erkläre den Kindern, wie sie sich in der Nähe des Hundes verhalten sollen, und beaufsichtige die ersten Begegnungen, um sicherzustellen, dass alles reibungslos verläuft.
  3. Gemeinsame Aktivitäten: Plane Aktivitäten, die du gemeinsam mit deinem Hund unternehmen kannst. Spaziergänge, Wanderungen, Spiele und Trainingseinheiten stärken die Bindung und bieten deinem Hund geistige und körperliche Anregung.

Geduld und Konsistenz: Wie man Vertrauen aufbaut

  1. Geduld haben: Jeder Hund ist unterschiedlich und braucht unterschiedlich viel Zeit, um sich an neue Situationen zu gewöhnen. Sei geduldig und gib deinem Hund die Zeit, die er benötigt, um sich sicher zu fühlen.
  2. Positive Erfahrungen schaffen: Achte darauf, dass dein Hund in seiner neuen Umgebung viele positive Erfahrungen macht. Belohne ihn für gutes Verhalten, spiele mit ihm und gib ihm viel Zuwendung. Positive Erfahrungen fördern Vertrauen und eine enge Bindung.
  3. Vertrauen durch Routine: Ein regelmäßiger Tagesablauf hilft deinem Hund, sich sicher und geborgen zu fühlen. Feste Fütterungs- und Spazierzeiten, regelmäßiges Training und viel Zuwendung schaffen eine stabile Basis für Vertrauen.
  4. Sanfte Korrektur: Falls dein Hund unerwünschtes Verhalten zeigt, korrigiere ihn sanft und ohne Härte. Geduldige, konsistente Erziehung ist effektiver als Strafen und fördert eine vertrauensvolle Beziehung.

Langfristige Pflege und Betreuung

Die langfristige Pflege und Betreuung deines adoptierten Hundes ist entscheidend für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden. Hier sind einige wichtige Aspekte, die du beachten solltest, um sicherzustellen, dass dein Hund ein glückliches und gesundes Leben führt.

Gesundheitsvorsorge

  1. Regelmäßige Tierarztbesuche: Vereinbare regelmäßige Untersuchungen beim Tierarzt, um sicherzustellen, dass dein Hund gesund ist. Diese Besuche helfen, mögliche Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
  2. Impfungen und Vorsorge: Achte darauf, dass dein Hund alle notwendigen Impfungen erhält. Besprich mit deinem Tierarzt auch andere Vorsorgemaßnahmen wie Entwurmungen, Floh- und Zeckenprävention.
  3. Zahnpflege: Eine gute Zahnpflege ist wichtig, um Zahnprobleme und Mundgeruch zu vermeiden. Bürste die Zähne deines Hundes regelmäßig und biete ihm Zahnpflege-Kauspielzeug an.

Mehr Information zum Thema Impfen findest du hier: Impfungen für den Hund: Tollwutimpfung & Co.

Ernährung und Bewegung

  1. Ausgewogene Ernährung: Stelle sicher, dass dein Hund eine ausgewogene und artgerechte Ernährung erhält. Hochwertiges Hundefutter, das auf die speziellen Bedürfnisse deines Hundes abgestimmt ist, trägt zu seiner Gesundheit bei. Vermeide es, deinem Hund zu viele Leckerlis oder Tischreste zu geben.
  2. Gewichtskontrolle: Achte darauf, dass dein Hund ein gesundes Gewicht hält. Übergewicht kann zu verschiedenen Gesundheitsproblemen führen, darunter Gelenkprobleme und Herzkrankheiten. Füttere deinen Hund entsprechend seiner Größe, seines Alters und seines Aktivitätsniveaus.
  3. Regelmäßige Bewegung: Tägliche Spaziergänge und Spielzeiten sind wichtig, um deinen Hund körperlich und geistig auszulasten. Hunde brauchen Bewegung, um gesund und glücklich zu bleiben. Plane abwechslungsreiche Aktivitäten, um Langeweile zu vermeiden.

Mehr Information zum Thema Übergewicht findest du hier: Übergewicht beim Hund: Tipps und Tricks zum Abnehmen

Pflege und Hygiene

  1. Fellpflege: Bürste das Fell deines Hundes regelmäßig, um Verfilzungen zu vermeiden und lose Haare zu entfernen. Die Häufigkeit der Fellpflege hängt von der Rasse und dem Felltyp ab. Baden solltest du deinen Hund nur bei Bedarf, um die natürliche Schutzschicht der Haut nicht zu zerstören.
  2. Krallenpflege: Achte darauf, dass die Krallen deines Hundes nicht zu lang werden. Zu lange Krallen können schmerzhaft sein und das Laufen beeinträchtigen. Lass die Krallen bei Bedarf vom Tierarzt oder einem professionellen Hundefriseur kürzen.
  3. Ohren- und Augenpflege: Kontrolliere regelmäßig die Ohren und Augen deines Hundes. Reinige die Ohren vorsichtig mit einem feuchten Tuch oder speziellen Ohrreinigungstüchern. Bei Augenproblemen wie Ausfluss oder Rötungen solltest du den Tierarzt aufsuchen.

Mehr Information zum Thema Hunde-Pflege findest du hier: Grundlagen der Hundepflege: Tipps von Kopf bis Pfote

Geistige Stimulation und Beschäftigung

  1. Geistige Anregung: Hunde brauchen nicht nur körperliche, sondern auch geistige Herausforderungen. Biete deinem Hund abwechslungsreiche Beschäftigungsmöglichkeiten wie Intelligenzspielzeug, Suchspiele und Gehorsamkeitstraining.
  2. Soziale Interaktion: Hunde sind soziale Tiere und brauchen den Kontakt zu anderen Hunden und Menschen. Organisiere Spieltreffen mit anderen Hunden oder besuche Hundeschulen und -parks, um deinem Hund die Möglichkeit zu geben, mit Artgenossen zu interagieren.
  3. Training und Weiterbildung: Setze das Training auch nach der Eingewöhnungsphase fort. Regelmäßiges Training stärkt die Bindung zwischen dir und deinem Hund und hilft, unerwünschtes Verhalten zu verhindern. Besuche Hundetrainingskurse oder probiere neue Aktivitäten wie Agility oder Obedience aus.

Mehr Information zum Thema Hundeaktivitäten findest du hier: Hundesport und Aktivitäten: So bleibt dein Hund geistig und körperlich fit

Fazit: Ein neues Familienmitglied fürs Leben

Die Adoption eines Hundes aus dem Tierheim ist eine bereichernde Erfahrung, die sowohl deinem Leben als auch dem Leben des Hundes unermesslich viel Freude bringen kann. Indem du einem Hund eine zweite Chance gibst, gewinnst du nicht nur einen treuen Begleiter, sondern unterstützt auch den Tierschutz und trägst zu einer besseren Welt für alle Tiere bei.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

  1. Gründe für die Adoption: Die Adoption eines Hundes aus dem Tierheim rettet Leben, bietet eine vielfältige Auswahl an Hunden, ist oft kostengünstiger und unterstützt ethische Praktiken.
  2. Vorbereitung auf die Adoption: Überlege gründlich, ob ein Hund zu deinem Lebensstil passt, und bereite dein Zuhause vor, um eine reibungslose Eingewöhnung zu gewährleisten.
  3. Der Adoptionsprozess: Informiere dich über den Ablauf der Adoption, bereite dich auf Gespräche mit Tierheimmitarbeitern vor und stelle sicher, dass du alle notwendigen Schritte und Formalitäten durchläufst.
  4. Die ersten Tage im neuen Zuhause: Schaffe eine sichere und ruhige Umgebung, etabliere Routinen und unterstütze deinen Hund dabei, sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen.
  5. Eingewöhnung und Bindung: Baue durch Training, Sozialisation und gemeinsame Aktivitäten eine starke Bindung zu deinem Hund auf und fördere sein Vertrauen.
  6. Langfristige Pflege und Betreuung: Achte auf die gesundheitlichen, ernährungsbezogenen, pflegerischen und geistigen Bedürfnisse deines Hundes, um ihm ein glückliches und gesundes Leben zu ermöglichen.

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