Die Hundesteuer 2026 liegt in deutschen Großstädten zwischen 90 und 174 Euro im Jahr für den ersten Hund. Wie viel du genau zahlst, entscheidet allein deine Gemeinde. In diesem Ratgeber findest du die aktuellen Sätze wichtiger Städte, erfährst, wann du deinen Hund anmelden musst und wann du von der Steuer befreit oder entlastet werden kannst.
Was ist die Hundesteuer und wer legt sie fest?
Die Hundesteuer ist eine kommunale Steuer. Jede Stadt und Gemeinde legt in ihrer Satzung selbst fest, wie hoch sie ausfällt und wer sie nicht zahlen muss. Deshalb gibt es keinen bundesweit einheitlichen Betrag. Die Steuer wird pro Hund und Jahr erhoben.
Verbindlich ist immer die aktuelle Satzung deiner Wohngemeinde. Die Zahlen unten sind eine Orientierung und können sich zum Jahreswechsel ändern.
Hundesteuer 2026 nach Städten im Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt Jahressätze, die in zwei unabhängigen Städtevergleichen übereinstimmend genannt werden (Stand 2026). Wo sich die Quellen unterschieden, haben wir die Stadt bewusst weggelassen.
| Stadt | Erster Hund (pro Jahr) | Zweiter Hund (pro Jahr) |
|---|---|---|
| Berlin | 120 € | 180 € |
| Bremen | 150 € | 150 € |
| Dortmund | 156 € | 204 € (je Hund) |
| Dresden | 108 € | 144 € |
| Düsseldorf | 96 € | 150 € (je Hund) |
| Essen | 156 € | 216 € (je Hund) |
| Frankfurt am Main | 102 € | 102 € |
| Hamburg | 90 € | 90 € |
| Köln | 174 € | 174 € |
| Leipzig | 150 € | 150 € |
| München | 100 € | 100 € |
| Stuttgart | 144 € | 288 € |
In Düsseldorf, Dortmund und Essen richtet sich der Satz nach der Zahl der Hunde im Haushalt. Zwei Hunde kosten in Dortmund zum Beispiel 2 × 204 Euro, also 408 Euro. Stuttgart, Köln und Leipzig haben ihre Sätze zum 1. Januar 2026 angehoben, für München und Nürnberg sind Erhöhungen ab 2027 beschlossen.
Wo ist die Hundesteuer am höchsten und am niedrigsten?
Laut einer Auswertung von 79 Städten durch Hundeservice24 (Erhebung August 2026) reicht die Spanne beim ersten Hund von 65 Euro in Ingolstadt bis 186 Euro in Mainz; der Median liegt bei 120 Euro. Teuer sind demnach auch Wiesbaden und Hagen (je 180 Euro), Köln (174 Euro) sowie Bochum und Oberhausen (je 168 Euro). Günstig sind Augsburg (84 Euro), Regensburg (80 Euro), Neuss (79 Euro) und Cottbus (72 Euro).
Listenhunde: Was kostet die Steuer für gefährlich eingestufte Hunde?
Für Hunde, die nach Landesrecht als gefährlich oder als Listenhund gelten, erheben viele Städte einen deutlich höheren Satz. Beispiele aus 2026: München 800 Euro, Frankfurt am Main 900 Euro, Hamburg 600 Euro, Düsseldorf 600 Euro, Dortmund 468 Euro und Essen 852 Euro. Ob und wie viel mehr du zahlst, hängt von der Rasseliste deines Bundeslandes und der Satzung deiner Stadt ab. In manchen Städten kann ein bestandener Wesenstest den Satz senken.
Hund anmelden: Fristen und Ablauf
Du musst deinen Hund bei der Gemeinde anmelden, sobald du ihn aufnimmst oder mit ihm zuziehst. Die Fristen unterscheiden sich: In Hannover gilt eine Woche, in München, Dortmund, Essen, Bremen und Dresden zwei Wochen, in Berlin, Stuttgart und Nürnberg ein Monat. Welpen werden meist ab einem Alter von drei bis vier Monaten steuerpflichtig.
- Anmeldung online oder beim Steueramt mit Angaben zu Halter:in, Rasse, Geburtsdatum, Haltungsbeginn und ggf. Chipnummer.
- Du erhältst einen Steuerbescheid und eine Hundesteuermarke, die dein Hund außerhalb der Wohnung sichtbar tragen muss.
- Die Steuer wird jährlich, halbjährlich oder vierteljährlich fällig, je nach Stadt.
- Abmelden musst du den Hund bei Tod, Abgabe oder Umzug. Wer das vergisst, zahlt unter Umständen weiter.
Wer einen Hund nicht anmeldet, riskiert Nachzahlungen und ein Bußgeld. Viele Städte führen dazu Hundebestandsaufnahmen durch.
Hundesteuer-Befreiung und Ermäßigung
Auch die Befreiungen regelt jede Gemeinde selbst. Typisch sind diese Fälle:
- Assistenz- und Blindenführhunde sind praktisch überall steuerfrei.
- Rettungs- und Diensthunde mit Prüfung können befreit werden.
- Tierheimhunde sind in vielen Städten zeitlich befristet befreit, zum Beispiel zwei Jahre in Köln und München, 36 Monate in Essen und fünf Jahre in Berlin. Wie du den Weg ins neue Zuhause gestaltest, liest du in unserem Ratgeber Hund aus dem Tierheim adoptieren.
- Geringes Einkommen: Manche Städte ermäßigen die Steuer für Bezieher:innen von Sozialleistungen.
- Hundeführerschein: München und Nürnberg gewähren nach bestandener Prüfung eine einmalige Befreiung oder Ermäßigung.
Wichtig: Eine Befreiung gilt in der Regel erst ab dem Zeitpunkt des Antrags und nicht rückwirkend. Stelle den Antrag am besten gleich bei der Anmeldung.
Hundesteuer ist nicht alles: Was ein Hund wirklich kostet
Die Steuer ist nur ein kleiner Teil der laufenden Kosten. Futter, Tierarzt, Versicherungen und Ausstattung kommen dazu. Einen Überblick findest du in unserem Beitrag Kosten der Hundehaltung. In einigen Bundesländern ist eine Haftpflichtversicherung Pflicht; Tarife und Regeln erklären wir im Beitrag zur Hundehaftpflicht. Frisch gebackene Hundehalter:innen finden weitere Tipps in Tipps für neue Hundebesitzer.
Häufige Fragen zur Hundesteuer
Muss ich für jeden Hund Hundesteuer zahlen?
Ja, grundsätzlich für jeden Hund ab einem Alter von meist drei bis vier Monaten. Für weitere Hunde im Haushalt ist der Satz in vielen Städten höher.
Was passiert, wenn ich meinen Hund nicht anmelde?
Du musst mit einer Nachzahlung und einem Bußgeld rechnen. Deshalb gilt: rechtzeitig anmelden und bei Abgabe oder Tod des Hundes abmelden.
Wo finde ich den Satz meiner Stadt?
Auf der Internetseite deiner Stadt oder Gemeinde unter dem Stichwort Hundesteuer oder Steuersatzung. Dort stehen auch Anmeldeformulare und Befreiungsregeln.
Fazit
Die Hundesteuer 2026 reicht in Großstädten meist von 90 bis 174 Euro für den ersten Hund, bei Listenhunden kann sie ein Vielfaches betragen. Melde deinen Hund fristgerecht an, frage nach möglichen Befreiungen und prüfe die Satzung deiner Gemeinde. So vermeidest du Nachzahlungen und weißt genau, was auf dich zukommt.
Hinweis: Die Angaben ersetzen keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist die Satzung deiner Gemeinde.
Quellen: